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Presseberichte


Lanthaler und Clara sind Junioren-Weltmeister
Naturbahnrodeln: Südtiroler räumen in Deutschnofen fünf von sechs Medaillen ab

Die 18-jährige Evelyn Lanthaler aus Passeier und der 19-jährige Hannes Clara aus dem Gadertal sind die neuen Junioren-Weltmeister im Naturbahnrodeln. Nachdem die Südtiroler in Deutschnofen im Doppelsitzerbewerb am Samstag noch leer ausgegangen waren, räumten sie in den Einsitzerbewerben fünf von sechs Medaillen ab. Bei den Juniorinnen gab es einen Südtiroler Dreifachsieg, bei den Junioren immerhin einen Zweifachsieg. Die Parallelen zwischen Lanthaler und Clara sind übrigens beeindruckend: Beide waren vor zwei Jahren Vize-Weltmeister, und beide fuhren diesmal mit drei Bestzeiten in ebenso vielen Läufen souverän zum Titel.

Bei den Juniorinnen gab es auf der Bahn Pfösl-Riep in Deutschnofen einen umjubelten Dreifachsieg der Südtirolerinnen, wobei die 18-jährige Passeirerin Evelyn Lanthaler eine Klasse für sich war. Drei Mal fuhr die neue Junioren-Weltmeisterin in den drei Läufen Bestzeit und stellte auch einen neuen Bahnrekord auf, womit sie letztendlich klare 1,76 Sekunden vor der Silbermedaillengewinnerin, der 16-jährigen Alexandra Obrist vom ASV Latzfons/Verdings lag. Bronze ging an die erst 14-jährige Völserin Andrea Vötter, die die große Überraschung dieser WM war.
Die drei Südtirolerinnen dominierten die Junioren-WM in Deutschnofen nach Belieben, denn drei Mal erzielten sie in den drei Läufen die erst-, zweit- und drittbeste Zeit. Die viertplatzierte Slowenin Nina Bucinel lag am Ende über drei Sekunden hinter Vötter. Die vierte Südtirolerin im Bunde, Italienmeisterin Jasmin Gögele, hatte ihre Medaillenhoffnungen schon am Samstag im ersten Lauf durch einen Sturz begraben hatte müssen.
Aber zurück zur neuen Juniorenweltmeisterin: Lanthaler, die heuer schon den Vize-Europameistertitel bei den „Großen“ geholt hatte und zur absoluten Weltspitze gehört, holte sich in Deutschnofen jenen Titel, den sie vor zwei Jahren in Latsch knapp verpasst hatte; damals gewann sie Silber. Lanthaler ist somit die dritte Junioren-Weltmeisterin aus Südtirol nach Christa Gietl (1997) und Namensvetterin Sandra Lanthaler (2002 und 2004). Bei den Junioren wäre Lanthaler mit ihrer Gesamtzeit übrigens Sechste geworden.

Bei den Junioren dominierten die Südtiroler in ähnlicher Manier, landeten doch gleich vier Südtiroler unter den Top 5. Mitfavorit Hannes Clara machte es seiner Mannschaftskollegin Evelyn Lanthaler gleich. Als amtierender Vize-Weltmeister bei den Junioren fuhr er diesmal mit drei Mal Bestzeit souverän zum Weltmeistertitel – den Bahnrekord von Patrick Pigneter aus dem Vorjahr verpasste Clara drei Mal nur um ein paar Hundertstelsekunden. 71 Hundertstelsekunden betrug am Ende sein doch komfortabler Vorsprung, nachdem es nach zwei von drei Läufen noch 44 Hundertstelsekunden gewesen waren. Nach dem ersten Weltcupsieg am Sonntag feierte Clara somit einen weiteren wichtigen Triumph und stellte seine gute Form einmal mehr unter Beweis.
Silber holte sich der 17-jährige Villanderer Alex Gruber, der die Entdeckung dieses Winters ist und der den frischgebackenen österreichischen Doppelsitzer-Juniorenweltmeister Thomas Kammerlander auf der Zielgeraden noch abfing. Nach dem ersten Lauf war Kammerlander noch auf Silberkurs gewesen. Trotzdem war Kammerlander der einzige WM-Teilnehmer, der aus Deutschnofen gleich zwei Medaillen mit nach Hause nimmt.
Dieses Trio hat die Junioren-WM dominiert, dahinter klafft ein Loch von über zwei Sekunden. Vierter wurde der 16-jährige Latzfonser Simon Rungger, Fünfter der 15-jährige Villanderer Simon Kainzwalder. Sie vervollständigen den Südtiroler Triumph.
Die beiden anderen Südtiroler am Start – Alex Grubers Bruder Florian sowie Lukas Brunner – vergaben eine bessere Platzierung, indem sie jeweils in einem der drei Läufe patzten. Im dritten Lauf legten beide aber eine Topzeit hin (54,76 bzw. 54,83 Sekunden).

Damit geht eine Junioren-Weltmeisterschaft zu Ende, mit der die Organisatoren rund um OK-Chef Christian Gallmetzer und dessen Vize Martin Mittermair rundum zufrieden sein dürfen – sowohl sportlich als auch gesellschaftlich. Sportlich hatte die WM Weltcup-Niveau, wie ein Blick auf die Teilnehmer (es waren zahlreiche Weltcupfahrer am Start) sowie vor allem auf die Laufzeiten bestätigt: Bei den Juniorinnen unterboten sowohl Evelyn Lanthaler als auch Alexandra Obrist die Zeit von Topstar Ekaterina Lavrentjeva beim letztjährigen Weltcup, bei den Junioren kam Hannes Clara bis auf vier Hundertstelsekunden an den Bahnrekord von Weltmeister Patrick Pigneter heran.

Gesellschaftlich war die WM ebenfalls ein Erfolg, war das Festzelt an der Rodelbahn Pfösl-Riep während der drei Tag doch ein gut besuchter Treffpunkt, in dem abends stets Unterhaltung mit Live-Musik geboten wurde. Christian Gallmetzer weiß, dass ein derartiger Erfolg nicht vom Himmel fällt: „Mein Dank ergeht an die Sponsoren, ohne deren Unterstützung eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Und mein Dank geht an die vielen freiwilligen Helfer aus den verschiedenen Sektionen des ASV Deutschnofen, die Garanten für einen reibungslosen Ablauf waren.“ Lob gab es für die Deutschnofner Organisatoren vom Technischen Delegierten Josef Ploner: „Die Bahn ist in einem Topzustand“, kommentierte er während er Junioren-WM.

Prämiert wurden heute im Rahmen der Preisverteilung im Zielraum auch kleine „Künstler“. Das OK-Team hatte an der Mittelschule Deutschnofen im Vorfeld der WM nämlich einen Malwettbewerb ausgeschrieben, in dessen Rahmen sich die Schüler mit der Rodel-WM auseinandersetzen sollten. Das Siegerbild schmückte alle Drucksorten und Ankündigungsplakate dieser Junioren-WM. Es stammt von Manuela Pfeifer. Sachpreise gab es für die besten fünf Bilder.